Who by fire

Und wer - wer soll ich sagen - wird rufen?

Wer durch mutige Zustimmung
Wer durch Unfall
Wer in Einsamkeit
Wer in diesem Spiegelbild
Wer auf Befehl seiner Geliebten
Wer durch eigene Hand
Wer in Todesketten
Wer als Mächtiger
Und wer – wer soll ich sagen – wird rufen?

»Mir muss klar sein: Ich werde die Menschen, die ich liebe, verletzen«

Wie weiter nach Lügen, Streit und Betrug? Kontext ist alles, sagt Therapeutin Sharon Brehm. Wie Vertrauen wächst und Nähe entsteht, auch wenn längst nicht alles gut ist.

Der eine Satz zu viel im Streit. Die WhatsApp-Nachricht, die man nicht hätte lesen sollen. Eine Lüge. Oder das Gefühl, verraten worden zu sein: Manche Beziehungskrisen kommen schleichend, andere wie aus dem Nichts. Und dann gehen wir auf Abstand, obwohl wir gerade jetzt Verbindung bräuchten. Die Hosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm sprechen mit der Paartherapeutin Sharon Brehm darüber, was nach einem Vertrauensbruch hilft: Erst durchatmen, sich selbst spüren und den eigenen Schmerz ernst nehmen. Auch wenn es schwerfällt.

Therapeutin Sharon Brehm erklärt, warum Worte nicht heilen und wie korrigierende Erfahrungen und radikale Eigenverantwortung Beziehungen retten können,

Entscheidend sei bei jedem Konflikt der Kontext, sagt Sharon: nicht allein die Schwere, sondern die Geschichte dahinter. Stress, Deutungen und alte Wunden bestimmen, wie hart uns etwas treffen kann. Wem es gelingt, neugierig zu bleiben, statt sich sofort zu verteidigen oder Schuld zu verteilen, macht den ersten Schritt. Letztlich geht es gerade in Beziehungen um die große Frage: Wie können wir uns voneinander erzählen, ohne uns zu verletzen?

Und wer – wer soll ich sagen – wird rufen?

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