Coolness ist eine Sehnsuchtseigenschaft: Alle wollen nur noch ihr Ding machen, souverän sein, weder Schwäche noch Verletzlichkeit zeigen. Es wird wohl niemandem auch nur im Traum einfallen, Leonard Cohen als uncool zu bezeichnen. Doch dem 2016 verstorbenen Musiker wird folgendes Zitat zugeschrieben: „Cool-Sein ist die neue Orthodoxie. Ich wusste nie, was das ist. Soweit ich das beurteilen kann,… Coolness weiterlesen
Monat: August 2025
Bleibe nicht am Boden haften!
Bleibe nicht am Boden heften,Frisch gewagt und frisch hinaus!Kopf und Arm mit heitern Kräften,Überall sind sie zu Haus;Wo wir uns der Sonne freuen,Sind wir jede Sorge los.Daß wir uns in ihr zerstreuen,Darum ist die Welt so groß.
Libellenwasser
Dieses Foto ist bloß ein Fragment, der Abdruck eines Erlebnisses. Am Anfang dieser Geschichte hatte es geregnet. Der Regen fiel mehrere Wochen lang, endlos, und löschte die Farben des Sommers. Der schwere graue Himmel hing über der Stadt, und trübe Gedanken webten ihre unlösbaren Ornamente. Als die Sonne plötzlich herauskam, fuhr ich sofort ins Grüne,… Libellenwasser weiterlesen
Music was my first love
Wo Himmel und Erde sich berühren Ich sitze am Fensterund warte, und warteauf Dich, doch du kommst nicht zurück Henri Matisse French, 1869–1954„Seated Woman, Back Turned to the Open Window“, 1922 „Wo sind wir, wenn wir Musik hören?“ fragt der Philosoph Peter Sloterdijk. Und verweist darauf, dass Musik wie kaum ein anderes Medium als Eintrittskarte… Music was my first love weiterlesen
3 Fragen zur Potenzialentfaltung
Wenn wir mit unserer Situation unzufrieden sind, können wir im Außen nach Erklärungen suchen: Unsere Lage liegt nicht in unserer Hand. Wir werden durch eine wirtschaftliche und politische Situation zurückgehalten, die sich nicht ändern lässt. Die Ungerechtigkeit ist unabänderlich, das System ist kaputt. Manche Menschen verzeichnen Erfolge, aber sie tun dies innerhalb eines unfairen Systems.… 3 Fragen zur Potenzialentfaltung weiterlesen
Schicksale des frühen Ich
Welche Auswirkungen haben frühe traumatische Erfahrungen – unerträgliche Hilflosigkeit, namenlose Angst und seelischer Zusammenbruch infolge Mangel an notwendiger Zuwendung – auf die Ich-Entwicklung und Subjektbildung? Dieser Frage geht Jacques Press ausgehend von den Erfahrungen in der Arbeit mit somatisch erkrankten Patienten nach. Er beschreibt Verzerrungen und Verstümmelungen in der Entwicklung des frühen Ich, die zu… Schicksale des frühen Ich weiterlesen
Mein Tiger
Ein Gedicht mit Tiger Mich verfolgt Blakes Tiger das Gold seines Fells seine rasselnde Ungeduld Gestern als es regnete attackierte er ein Treffen meiner Basisgruppe und kein Blatt blieb auf dem anderen —es tut mir leid um die Sitzungsberichte ich… Mein Tiger weiterlesen
Der Teich
[Santa María] zum Betteln zu arm gespültan diesen Strand ohne Schattenwie die glücklose Krabbedie der Junge verschont hat bedauerst du den Polypen der dir zuzwinkertsein frischer Aktivismusdas mit Muschelketten beladene Fahrrad fährtdir mitten durch die Scheren der Sand in den Zäsurenbringt die Claves aus dem Taktdie Welt ist eine angepinselte Kalebasse für die feinsinnigen Touristenverriet… Der Teich weiterlesen
Einer der Wege in den Tempel
Mary Oliver Today Today I’m flying low and I’mnot saying a word.I’m letting all the voodoos of ambition sleep. The world goes on as it must,the bees in the gardening rumbling a little,the fish leaping, the gnats getting eaten.And so forth. But I’m taking the day off.Quiet as a feather.I hardly move though really I’m… Einer der Wege in den Tempel weiterlesen
Exkursion in die Philosophie
Ein Ausschnitt aus dem Alltag zweier Menschen: Ein grübelnder Mann, die Stirn in Falten gelegt und mit strengen Bügelfalten in den Hosenbeinen, sinnt angestrengt über etwas nach. Er ist nicht allein, nicht zu übersehen ist die halb entblößte Frau hinter ihm, hingestreckt auf eine Liege, an deren Rand er sitzt, und abgewandt von ihm, ihr… Exkursion in die Philosophie weiterlesen
