Das Leben ist einfach:
1. Man lässt grundsätzlich allen zu, mit welchem Anliegen auch immer sie Interesse an einem haben. Jeder darf mich jederzeit ansprechen, mir seine Meinung über mich sagen, fragen ob wir was zusammen unternehmen, mich dafür anklagen was ich tue. Alles ist jederzeit herzlich erlaubt. Ich höre es mir dann an, und prüfe jede Kontaktanfrage im konkreten Einzelfall.
2. Wenn mich wer interessiert, sage ich: „Hallo.“ Wenn ich eine Ablehnung kriege, wenn es keine Resonanz gibt, wenn mein Interesse ignoriert wird, dann ist das einfach so. Ich mache mir keine Gedanken, aus welcher Motivationslage der die andere an meinem Interesse kein Interesse hat. Manchmal bekomme ich seitenlange Erklärungsschreiben, warum der die andere mein Interesse ablehnt und nichts mit mir zu tun haben will. Ich ignoriere diese Erklärungen vollständig. Warum sollte ich mir Gedanken über einen Menschen machen, der nichts mit mir zu tun haben will? Wenn er sie später wieder kommt, und doch auf meine Initiative eingeht, ist er sie genauso herzlich willkommen wie jeder andere, und dass er sie mir mal seitenlang begründet hat, warum er sie mich nicht mochte, spielt keine Rolle. Denn das ist ja Vergangenheit, und wir haben eine Gegenwart.
3. Wenn sich jemand für mich interessiert für den ich mich interessiere, gibt es sehr sehr viel, was man in diesem Kontakt, in dieser Begegnung, in dieser Beziehung machen kann.
Das wars. Damit sie alle Gegebenheiten, alle Problematiken erschöpfend, endgültig und zufriedenstellend abgehandelt. Es bleibt nichts übrig, sich zu ärgern oder zu verwundern oder in Frage zu stellen.

