Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönend Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich weissagen könnte und wüßte alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, also daß ich Berge versetzte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts. Und wenn ich… Das Hohelied der Liebe weiterlesen
Autor: Fritz
Narzissmus II
Heinz Kohut und die Selbstpsychologie Die psychoanalytische Selbstpsychologie, die von Heinz Kohut gegründet wurde, kann als eine der wichtigsten Schulen der Psychoanalyse betrachtet werden, auch wenn sie vom traditionellen analytischen Establishment nach wie vor weitestgehend ignoriert oder missbilligt wird. Heinz Kohut führte in seinen Büchern Narzissmus (1976) und Die Heilung des Selbst (1979) das Selbst… Narzissmus II weiterlesen
Leidenschaften II
Leidenschaft, Moral und Vernunft Schon die Vor-Sokratiker verkündeten: „Man hüte sich, die Leidenschaften zu wecken.“ Plato war davon beeinflusst, wenn er in den Ideen hinter den Dingen das höchste sah. Aristoteles behandelt in seiner „Nikomachischen Ethik“ auch Leidenschaften wie Lust, Begierde, Zorn, Freude, Hass und Eifersucht und nennt sie „Bewegungen der Seele“. Er brandmarkt zwar… Leidenschaften II weiterlesen
Leidenschaften
Wir leben in einer gefühls- und leidenschaftslosen Welt, beherrscht von Technik und wirtschaftlichem Expansionsdrang, und doch steuern uns unbewusst heftige Gefühle, auch wenn sie verdrängt sind. Es gilt, die Sprache unserer Gefühle, Affekte und Leidenschaften, die uns niemand lehrte, wiederzuentdecken oder neu zu erfinden. Phänomenologie einer leidenschaftslosen Gesellschaft Die heutige Welt ist eine komplizierte Welt.… Leidenschaften weiterlesen
Selbstobjekt
Der Begriff Selbstobjekt geht auf Heinz Kohut (1913–1981) zurück, in dessen Selbstpsychologie er ein wesentliches Element zur Bildung und Aufrechterhaltung des Selbstwertgefühls eines Individuums darstellt. Der Begriff eines „Selbstobjekts“ mag auf den ersten Blick als in sich widersprüchlich angesehen werden, da wir unter einem „Objekt“ häufig einen Gegenstand verstehen, wie er uns durch die Sinneswahrnehmung in der Außenwelt vermittelt wird. Die Vorstellung eines Innenraums des eigenen Selbst erscheint als unverträglich mit der Bildung… Selbstobjekt weiterlesen
Neuropsychodynamisches Modell II
Abwehrmechanismus ist ein Begriff aus der Psychoanalyse, der auch Eingang in die Psychologie gefunden hat. Er bezeichnet psychische Vorgänge, die dazu dienen, innerseelische oder zwischenmenschliche Konflikte auf eine Weise zu regulieren, die der seelischen Verfassung einer Person Entlastung verschafft. Dies geschieht meist unbewusst. Welche Abwehrmechanismen bei einem Menschen vorherrschen, hängt vom Reifegrad der Persönlichkeit ab. Welcher der verschiedenen Abwehrmechanismen im konkreten Fall zum Einsatz kommt, bestimmt… Neuropsychodynamisches Modell II weiterlesen
Charakterpanzerungen
Wir Narzissten richten uns ein und werden zu Trapezkünstlern. Ein Trapezkünstler – bekanntlich ist diese hoch in den Kuppeln der großen Varietébühnen ausgeübte Kunst eine der schwierigsten unter allen, Menschen erreichbaren – hatte, zuerst nur aus dem Streben nach Vervollkommnung, später auch aus tyrannisch gewordener Gewohnheit sein Leben derart eingerichtet, daß er, so lange er… Charakterpanzerungen weiterlesen
Longevity
Alle wollen gesund alt werden. Dabei setzen wir mit ständiger Selbstoptimierung auf die falschen Mittel, sagt eine Allgemeinmedizinerin – und gibt stattdessen eine andere Empfehlung. Longevity – dieser Begriff ist in den vergangenen Jahren in unserer Gesellschaft immer präsenter geworden. Sicher haben auch Sie ihn schon wahrgenommen. Man kann sogar fast schon von einer Longevity-Bewegung… Longevity weiterlesen
Leiden und leiden lassen
Warum verletzte Menschen uns in Beziehungen verletzen Es gehört zu den Rätseln mancher Beziehung, dass nach einigen vielversprechenden Monaten oder Jahren unser Partner ein auffallend aggressives und abweisendes Verhalten an den Tag legen kann. Die frühere Zärtlichkeit und Sanftheit verschwindet, und Härte und Geringschätzung kehren ein. Alles, was die andere Person zu wollen scheint, ist… Leiden und leiden lassen weiterlesen
Neuropsychodynamisches Modell I
Wir bewegen uns auf der x-Achse unseres dreidimensionalen neuropsychodynamischen Modells. Sie kennzeichnet den Reifegrad unserer psychischen Struktur. Unser Sherpa in dieser dreidimensionalen Welt ist Stavros Mentzos. Einige Aspekte dieser Achse zwischen Selbst und Objekt sind in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt: Unser Reifegrad entlang der Achse wird durch unser Integrationsniveau bestimmt. Unser Sherpa im Grad der… Neuropsychodynamisches Modell I weiterlesen
