Der Baseler Psychiater Benedetti zählt international zu den besten Kennern der Schizophrenien, und seine zahlreichen Publikationen
über den schizophrenen Kranken gehören zu den meist lesenswerten Schriften der deutschsprachigen Psychiatrie. Nun hat Benedetti in diesem Buch seine Erfahrungen in der Diagnostik, im Umgang und
insbesondere in der Psychotherapie schizophrener Menschen zusammengefaßt. Es handelt sich nicht um ein Lehrbuch, sondern um eine Monographie, in der die außerordentlich umfangreichen und zugleich tiefgreifenden ärztlichen Erfahrungen aus Jahrzehnten intensiver Arbeit lebendig dargestellt werden. Auch den Borderline-Psychosen ist ein Kapitel gewidmet.
Unter „Todeslandschaften“ (Titel) versteht der Autor „Leerräume in denen gewisse menschliche Fähigkeiten nicht zur Entwicklung gelangen und existentiell unentbehrliche Grundmuster sich nicht konfigurieren können . „. Dieses Buch ist jedem zu empfehlen, der
beruflich, gleich in welcher Position, mit schizophrenen Menschen zu tun hat.

Die innere Tragödie des schizophrenen Menschen wird nirgendwo in der psychiatrischen Literatur so erhellend erörtert wie in diesem Buch. Der Autor zeigt, nach jahrzehntelanger Erfahrung in der Psychotherapie der Schizophrenie, wie es möglich ist, im selben Geist beides zu erfassen: das Abnorme und das Menschliche, das Unsrige im Kranken.
