Ressourcen optimieren

Sie könnte meine Ressource sein.

Wir orientieren uns an unseren Ressourcen. Wir analysieren unsere Situation, aber so nützlich und befriedigend jede vertiefte Erkenntnis auch sein mag, so müssen wir doch anerkennen, dass nicht Erkenntnis, sondern Bedürfnisbefriedigung, Wohlbefinden und Veränderung in Richtung überzeugender, erstrebenswerter und versprechender Ziele Grundlage unseres Handelns ist.

Ressourcenorientiertes Denken unterscheidet üblicherweise interne und externe Ressourcen.

Als interne Ressourcen einer Person gelten Kompetenzen und positive Beziehungserfahrungen, die zur Selbst- und Beziehungsregulation und zur Erreichung der genannten Qualitäten von Bedürfnisbefriedigung und Wohlbefinden beitragen können.

Externe Ressourcen sind äußere Hilfsangebote (es kann durchaus sein, dass diese Hilfsangebote objektiv von außen gegeben werden, aber subjektiv nicht als solche erkannt werden) – unterstützende familiäre, partnerschaftliche, berufliche und gesellschaftliche Bedingungen, materielle und Umgebungsfaktoren und die dyadische Beziehung, die wir mit dem Freund oder der Freundin haben und die ebenfalls zur Erreichung dieser Qualitäten genutzt oder indirekt zur Mobilisierung interner Ressourcen in Anspruch genommen werden können.

Alle diese internen und externen Ressourcen können zur Erreichung der Qualitäten und Ziele in unterschiedlichem Maße verfügbar sein oder benötigt werden.

Ressourcenbasierte Freundschaft und Beziehung sieht ihre Aufgabe in (1) der Identifikation vorhandener und benötigter Ressourcen, (2) der Klärung der Frage, wie weit die benötigten Ressourcen aktiviert oder auf andere Weise zur Verfügung gestellt werden können und (3) in der Bereitstellung von Aktivitäten, die diese Prozesse unterstützen.

Es ist nur schad um die schönen Tränen.

Im Zusammenhang mit unserem Beziehungsverständnis gehen wir davon aus, dass in einer ressourcenbasierten Freundschaftsgestaltung auch das Zusammenwirken unserer eigenen und der Kompetenzen des Freundes / der Freundin emergent zusätzliche Ressourcen entstehen.

Im Blick auf die von uns angestrebte kooperative Beziehung fragen wir uns daher nicht nur nach den eigenen Ressourcen und denen des Freundes / der Freundin, des Partners / der Partnerin, sondern auch nach den Ressourcen die uns -in unserer Dyade- aus unserer Beziehung erwachsen.

Die Beziehungswissenschaft stellt spezifische Theorien, Konzepte, Methoden und Strategien zur Verfügung, die für die Erreichung der Ziele genutzt werden können. Dazu zählen vor allem das psychodynamische Beziehungsverständnis mit den Aspekten von Übertragung und Gegenübertragung und die methodischen Zugänge zum Umgang mit bewussten und unbewussten Aspekten der Selbst- und Beziehungsregulation und zur Stärkung der Reflexions- und Mentalisierungsfähigkeit.

Wie ist es bei Dir? Fehlt dir noch etwas zur Bedürfnisbefriedigung und zum Wohlbefinden? Kennst Du deine Ressourcen? Hast Du einen Freund, der dir bei der Identifikation und der Aktivierung deiner internen und externen Ressourcen helfen kann? Hast Du Freunde, denen Du damit hilfst und helfen willst?

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