Achim, Betriebswirt, 64: -„Warum?“

warum keine freiheit wagen
warum immer nur verzagen
warum niemals wirklich wissen
warum immer was vermissen
warum überhaupt am leben
warum kann denn keiner eben
einfach sehen einfach fühlen
einfach mal ganz überziehen
einfach mal mit fehler lachen
einfach sein und einfach machen

warum immer andre fragen
als mal selber was zu sagen
warum niemals zu sich finden
immer sich am spiegel winden
immer nach den kleinsten falten
aller anderen gestalten
dann sein wenig leben fristen
statt einfach mal da zu sitzen
und zu lachen und zu schrein
und zu weinen und so zu sein
wie es innen in mir ist

Vor diesem Gedicht habe ich Rückschau gehalten und Bilder angesehen. Mich dankbar über vieles gefreut aber auch einiges schmerzlich erkannt bzw. vermisst. 
Ich dachte immer das Leben wird anders. Ich glaubte früher viel mehr was erzählt wird, was Zeitgeist und allgemeine Meinung war. Das Buch 1984 von George Orwell und das Hörbuch Brave New World von Aldous Huxley haben mich berührt und aufgeweckt. 

Einiges ist viel besser geworden als ich je hoffen konnte. Trotzdem ist Sehnsucht in mir – wie mir das Gedicht zeigt. Es ist aber nicht von mir geschrieben worden, sondern einfach zu mir gekommen. So wie die wirklich wichtigen und wertvollen Erlebnisse und Personen im Leben wohl zu einem kommen müssen, durch die Offenheit im Moment. Da habe ich noch einiges zu üben.  

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