Scham und Schuld

Scham und Schuld bei Persönlichkeitsstörungen – Cord Benecke und Doris Peham

Zusammenfassung

Der Beitrag betrachtet Scham und Schuldgefühle aus emotionspsychologischer und klinischer Perspektive. In einem Ordnungsversuch werden die im Umfeld von Scham und Schuld auftretenden Erlebensformen in subjekt-und objektbezogenes Erleben und den damit verbundenen Bewältigungsstrategien unterschieden und mit dem Integrationsgrad psychischer Struktur in Verbindunggebracht. Anschließend werden die diagnostischen Kriterien der Persönlichkeitsstörungen laut DSM-IV hinsichtlich expliziter und impliziter Aussagen in Bezug zu Scham und Schuld betrachtet. Dabei stellts ich heraus, dass sich in den Kriterien nahezu aller Persönlichkeitsstörungen Verweise auf Scham- und/oder Schuldthemen finden. Empirische Daten aus einem aktuellen Forschungsprojekt zeigen, dass das das subjektive Scham- und Schulderleben umso ausgeprägter ist, je mehr Kriterien für Persönlichkeitsstörungen erfüllt sind, die durch ausgeprägt subjektbezogenes Erleben charakterisiert werden. Die einzelnen Persönlichkeitsstörungen können als mehr oder weniger stabile Erlebensformen inklusive bestimmter Bewältigungsstrategien von leicht aktivierbaren Emotionen verstanden werden.

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