Affekttheorien

Es gibt ja "GfK", gewaltfreie Kommunikation. Und das hier klingt wie "GfB", gewaltfreier Beischlaf. Immer wenn mir eine Dame ankommt, und mir erzählt, wie gut doch GfK ist, und dass sie da gerade einen Fortbildungskurs gemacht hat, denke ich mir: "Mädchen, was du brauchst, ist keine Fortbildung in gewaltfreier Kommunikation, sondern eine in kommunikationsfreier Gewalt."

Psychoanalytische Affekttheorie(n) heute – eine historische Annäherung – Susanne Döll-Hentschker

Zusammenfassung

Der gegenwärtige Stand der psychoanalytischen
Affekttheorie(n) wird ausgehend von Freuds frühen Konzepten in seiner historischen Entwicklung anhand ausgewählter Theorien dargestellt. Dabei wird keine Vollständigkeit angestrebt, sondern das Aufzeigen eines Prozesses, in dem zunehmend Erkenntnisse auch anderer Disziplinen (Entwicklungspsychologie, Hirnforschung, Künstliche-Intelligenz-Forschung, Kognitionswissenschaften u.a.) in theoretische Konzeptualisierungen einbezogen werden.

Die Psychoanalyse hat sich seit ihren Anfängen intensiv
mit der Rolle und Bedeutung von Affekten befasst, dennoch gab es in den ersten Jahrzehnten kaum Versuche, eine eigenständige Affekttheorie2) zu formulieren. Affekte spielten eine wichtige Rolle in der Krankheitstheorie und in der psychoanalytischen฀Behandlung. Die Affektabwehr bildete gar den Ausgangspunkt der Psychoanalyse: Die Behandlung der฀Hysterie฀führte฀Freud฀im฀Rahmen฀seiner฀ersten฀Traumatheorie฀zur฀Formulierung฀des฀
„eingeklemmten฀Affekts“,฀dessen฀Freisetzung฀–฀anfangs฀
noch฀mittels฀Hypnose฀–฀als฀wesentlich฀für฀die฀Heilung฀
verstanden฀wurde.฀Mit฀der฀Entwicklung฀der฀Strukturtheorie฀und฀der฀zunehmenden฀Ausarbeitung฀der฀Triebtheorie฀ und฀ ihren฀ Modifikationen฀ gerieten฀ die฀ Affekte฀ auf฀
theoretischer฀Ebene฀in฀den฀Hintergrund.฀Ihr฀Verhältnis

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